Nach einigen Jahren der Pumpenproduktion in den Räumlichkeiten an der Zimmermannstrasse musste ein Umzug in Betracht gezogen werden. Tatsächlich erwiesen sich die Gebäude als zu klein und unzureichend ausgestattet. K. Rütschi berichtete später: „Aus Platzmangel mussten der Prüfstand und der Versandbereich außerhalb des Gebäudes untergebracht werden. Zum Be- und Entladen der Waren verwendeten wir einen Flaschenzug; im Winter mussten wir für die Durchführung der Prüfungen manchmal eine Lötlampe einsetzen, um das Eis zu schmelzen und die Messinstrumente benutzen zu können.“ Ein Umzug war eindeutig erforderlich.
Die erste Etappe
Am 16. April 1951 wurde der Grundstein für den Bau eines neuen Gebäudes wenige hundert Meter entfernt an der Herzogstrasse gelegt. Dies stellte die erste Bauphase dieses Gebäudes dar.
Das Unternehmen blieb in Brugg aufgrund seiner Nähe zum Bahnhof, der an der Strecke Zürich–Basel liegt.
Das Gebäude war in drei Teile gegliedert: ein Bürogebäude mit 1.850 m², ein Werkstatt- und Lagergebäude mit 4.200 m² sowie ein Gebäude für Prüfungen und Versand mit 2.100 m².
Die Anordnung der Produktionsgebäude folgte einem Organisationsschema, das den Teilefluss berücksichtigte.
Mit diesen neuen Räumlichkeiten verfügte Rütschi über eine Fabrik, die Pumpen bis DN400 produzieren und testen konnte, mit Fördermengen von bis zu 2.200 m³/h und einer Leistung von 220 kW.
Das Gebäude galt für seine Zeit als modern: aus Stahlbeton errichtet und mit Zentralheizung ausgestattet, verfügte es außerdem über einen Konferenzraum und eine Kantine für das Personal. Die Investition belief sich auf 522.000 CHF (heute etwa 3 Mio. €), und die Bauarbeiten wurden im Dezember 1951 abgeschlossen.
Das Gebäude von 1951 war bereits für eine zukünftige Erweiterung ausgelegt. Sechs Jahre nach seiner Einweihung war das Unternehmen stark gewachsen, und 1957 begann die zweite Bauphase: Den Bürogebäuden von 1951 wurde ein zusätzliches Stockwerk hinzugefügt, wodurch sich ihre Fläche verdoppelte.
Die Werkstätten wurden um mehr als 800 m² erweitert. Bereits vorgesehen waren eine Stahlbetonplatte mit einer Bodenbelastbarkeit von 2.000 kg/m² sowie ein in die Struktur integrierter Laufkran: Rütschi plante bereits die Herstellung größerer Pumpen und rüstete sich entsprechend aus.
Von 1962 bis 1964 fanden weitere Erweiterungen statt:
1962 wurde eine Erweiterung der Werkstätten gebaut, wodurch diese nochmals vergrößert wurden und fast 1.300 m² zusätzliche Fläche erhielten. Dieses Gebäude ermöglichte die Schaffung eines Innenhofs, der von einem lokalen Landschaftsgestalter angelegt wurde.
1963 wurde über dem Parkplatz ein neuer Sozialtrakt errichtet, um eine größere Kantine für 150 Personen einzurichten. Auf dem Dach war ein Pausenbereich vorgesehen, und im Untergeschoss wurden Umkleideräume für 200 Arbeiter eingerichtet.
1964 wurden die Entwicklungen fortgesetzt: Das ursprüngliche Verwaltungsgebäude war zu klein geworden, weshalb ein fünfstöckiger Turm mit einer Höhe von fast 22 m errichtet wurde. Dort wurden Büros eingerichtet, und im 4. und 5. Stock befand sich ein Showroom zur Präsentation von Neuheiten für Kunden. Außerhalb des Gebäudes begrüßten Wasserspiele die Besucher und erinnerten an die Spezialisierung des Unternehmens auf Pumpen.
Rütschi blieb bis 2018 in diesen Gebäude, bevor das Unternehmen in den heutigen Standort in Möhlin umzog.