logo

1970: Rütschi etabliert sich in Frankreich

Gründung der französischen Niederlassung

Bis 1970 befanden sich sämtliche Aktivitäten von Rütschi ausschließlich in der Schweiz, im historischen Werk in Bugg. Dies änderte sich mit der Eröffnung einer französischen Niederlassung in Illzach bei Mulhouse. Im Juli 1970 wurde die Gesellschaft Pompes Rütschi SA gegründet, mit dem Ziel, neue Möglichkeiten auf den Märkten der Europäische Wirtschaftsgemeinschaft zu eröffnen.

Von Mulhouse aus konnten die französischen Tochtergesellschaften der Basler Chemieunternehmen ihre Pumpen nun direkt in Frankreich erwerben.

Einrichtung des Standorts Illzach

Das Unternehmen ließ sich in Illzach, am Stadtrand von Mulhouse, in Räumlichkeiten nieder, die ursprünglich von der Firma FAMECA genutzt wurden. Der Standort umfasste ein Verwaltungsgebäude sowie eine Produktionswerkstatt.

Dieses neue Werk war der Herstellung von Gleitringdichtungspumpen, den sogenannten „Chemie-Normpumpen“, gewidmet, während sich der historische Schweizer Standort auf andere Pumpentypen konzentrierte (Spaltrohrmotorpumpen, mehrstufige Pumpen usw.).

Entwicklung der Konstruktionsabteilung

Auch im Bürobereich wurden erhebliche Mittel eingesetzt. Die französische Niederlassung profitierte stark von der Unterstützung des Schweizer Hauptgesellschaft, entwickelte sich jedoch kontinuierlich weiter, indem neue Technologien integriert wurden: Die Konstruktionsabteilung führte bereits 1994 computergestützte Zeichenwerkzeuge und 1999 CAD-Systeme ein. Im Jahr 2007 ergänzte die Finite-Elemente-Analyse die Kompetenzen der Abteilung.

1977: der Ölprüfstand

Nach der Unterzeichnung eines Vertrags mit GE in Belfort zur Lieferung von Schmierpumpen investierte Rütschi 1977 in einen außergewöhnlichen Prüfstand, der es ermöglichte, Pumpen unter realen Betriebsbedingungen direkt in heißem Öl bei 70 °C zu testen, während die meisten Pumpenhersteller ihre Tests mit Wasser durchführten. Fast 30 Jahre später wird diese Anlage noch immer für unsere Kunden genutzt.

Modernisierung der Werkstatt und Erweiterung 2014

Die Werkstatt wurde kontinuierlich mit modernen Werkzeugmaschinen ausgestattet, insbesondere mit CNC-Maschinen ab den 1990er Jahren. Ab 2014 fanden jedoch bedeutende Veränderungen statt: Die Herstellung von Spaltrohrmotorpumpen, die zuvor ausschließlich in der Schweiz erfolgte, wurde nun auch nach Frankreich verlagert. Um diese Produktionssteigerung zu ermöglichen, wurde eine Erweiterung von nahezu 1.000 m² errichtet. Die Werkstatt erhielt einen Schweißbereich, einen Messraum sowie einen Reinmontagebereich für Nuklearpumpen.